Wirksame Emissionsprüfung: Glaubwürdigkeit europäischer Umweltpolitik sichern

Wirksame Emissionsprüfungen sind entscheidend, damit europäische Umweltvorgaben auch im realen Fahrbetrieb eingehalten werden. TÜV-Verband, DEKRA und ASA-Verband fordern dafür eine verpflichtende PN-Messung, gezielte NOx-Prüfungen bei modernen Dieseln und eine gestärkte CO-Messung.

© Unsplash

Im gemeinsamen Positionspapier fordern TÜV-Verband, DEKRA und ASA-Verband eine konsequente Weiterentwicklung der Emissionsprüfung im europäischen Roadworthiness Package. Ziel ist es, sicherzustellen, dass Emissionsvorgaben nicht nur bei der Typgenehmigung gelten, sondern auch im realen Fahrzeugbetrieb dauerhaft eingehalten werden. Kernanliegen ist die verbindliche Einführung der Partikelanzahlmessung (PN) am Endrohr – sowohl für Diesel- als auch für Ottomotoren. Sie ermöglicht die zuverlässige Erkennung defekter oder manipulierter Abgasnachbehandlungssysteme und leistet einen wichtigen Beitrag zum Gesundheits- und Umweltschutz. Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass eine reine On-Board-Diagnose viele relevante Defekte nicht erkennt.

Zudem sprechen sich die Verbände für eine gezielte und praxistaugliche NOx-Messung bei modernen Dieselfahrzeugen sowie für eine Stärkung und europaweite Harmonisierung der bewährten CO-Messung aus. Entscheidend sind einheitliche, realistisch umsetzbare Prüfverfahren, die Investitionssicherheit schaffen und die Umweltwirkung der Regulierung im Fahrzeugbestand absichern. Das Roadworthiness Package bietet die Chance, die periodische technische Überwachung (PTI) zu einem wirksamen Instrument des Umwelt- und Gesundheitsschutzes weiterzuentwickeln. TÜV-Verband, DEKRA und ASA-Verband appellieren daher an die politischen Entscheidungsträger, sich in den laufenden Verhandlungen für ambitionierte, zugleich praktikable Emissionsprüfungen einzusetzen.

Download

Positionspapier "Wirksame Emissionsprüfung: Schlüssel für glaubwürdige Umwelt- und Gesundheitspolitik"