Röntgenreport 2026: 13 Prozent der Geräte mit Mängeln

Der TÜV-Röntgenreport 2026 analysiert den Zustand von Röntgengeräten in Deutschland auf Basis von über 15.000 Prüfungen. Die Ergebnisse zeigen: 13 Prozent der Geräte weisen Mängel auf – häufig im Bereich Strahlenschutz, Bildqualität und Organisation. Der Report gibt einen umfassenden Überblick über Risiken, Entwicklungen und Verbesserungsbedarf.

Katze liegt ruhig in einem CT-Scanner bei einer tiermedizinischen Röntgenuntersuchung
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Der Röntgenreport 2026 des TÜV-Verbands gibt einen Überblick über den aktuellen Zustand von Röntgengeräten in Deutschland. Grundlage sind bundesweit durchgeführte Sachverständigenprüfungen aus dem Jahr 2025, die einheitlich ausgewertet wurden.

Insgesamt wurden 15.333 Röntgengeräte geprüft. Dabei stellten die Sachverständigen an 2.037 Geräten Mängel fest, was einer Mängelquote von 13 Prozent entspricht. Damit ist etwa jedes achte Gerät betroffen. Insgesamt wurden 2.794 einzelne Mängel, teilweise mehrere an einem Gerät, dokumentiert.

Mängel: Häufig nicht schwerwiegend – aber relevant

17 Prozent der Mängel sind schwerwiegend, ohne deren Beheung ein Weiterbetrieb der Geräte in der Regel nicht möglich ist. Nach der Behebung muss das entsprechende Gerät erneut von eine:m Sachverständige:n geprüft werden. 52 Prozent der Mängel entfallen auf erhebliche Mängel, während 31 Prozent als geringfügig oder formaler Natur eingestuft werden.

Typische Probleme betreffen den Strahlenschutz, die technische Bildqualität sowie organisatorische Anforderungen. Dazu zählen beispielsweise fehlende Schutzmittel, unzureichende Kennzeichnung von Kontrollbereichen oder Mängel bei Bildwiedergabesystemen.

Deutliche Unterschiede zwischen den Einsatzbereichen

Die Auswertung zeigt, dass die Mängelquoten je nach Anwendungsbereich variieren. In der Humanmedizin lag der Anteil mangelhafter Geräte im Jahr 2025 bei 14 Prozent, in der Dentalmedizin bei 16 Prozent.

In der Veterinärmedizin wiesen 13 Prozent der geprüften Geräte Mängel auf, während technische Anwendungen mit 4 Prozent eine deutlich geringere Mängelquote aufweisen.

Diese Unterschiede spiegeln die jeweiligen Anforderungen und Einsatzbedingungen wider – etwa höhere Sicherheitsanforderungen in der Humanmedizin oder besondere Arbeitsbedingungen in der Tiermedizin.

Entwicklung: Verbesserung mit leichten Schwankungen

Im Langzeitvergleich zeigt sich insgesamt eine leicht positive Entwicklung. Nachdem die Mängelquote im Jahr 2023 noch bei 16 Prozent lag, sank sie 2024 auf 12 Prozent. Im aktuellen Berichtsjahr ist sie leicht auf 13 Prozent gestiegen.

Der langfristige Trend bleibt damit rückläufig, auch wenn kurzfristige Schwankungen auftreten.

Sonderauswertung: Tiermedizin im Fokus

Ein besonderer Schwerpunkt des Röntgenreports 2026 liegt auf der Veterinärmedizin. Hier sind die Rahmenbedingungen häufig anspruchsvoll, etwa durch mobile Einsätze oder die notwendige Fixierung von Tieren während der Untersuchung.

Trotz dieser Herausforderungen zeigt sich, dass nur 4 Prozent der festgestellten Mängel in diesem Bereich schwerwiegend sind. Insgesamt lag die Mängelquote bei 13 Prozent.

Strahlenschutz wirkt – und bleibt notwendig

Die Ergebnisse des Röntgenreports 2026 zeigen, wie wichtig ein verlässlicher Strahlenschutz und regelmäßige unabhängige Prüfungen von Röntgeneinrichtungen sind. Hinter den festgestellten Mängeln stehen keine Bagatellen, sondern konkrete technische und organisatorische Schwachstellen, die sich direkt auf Bildqualität, Diagnose und Strahlenbelastung auswirken können.

Gleichzeitig macht der Report deutlich, dass Strahlenschutz in der Praxis wirkt: Im langfristigen Vergleich gehen die Mängelquoten zurück und schwerwiegende strahlenbedingte Schäden sind heute selten. Unabhängige Sachverständigenprüfungen leisten damit einen zentralen Beitrag zum Schutz von Patient:innen und Beschäftigten und stärken das Vertrauen in eine unverzichtbare Technologie.

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TÜV-Röntgenreport 2026