New Mobility City Award – Innovative Mobilität für lebenswerte Städte

Der New Mobility City Award zeichnet Kommunen aus, die mit innovativen und ganzheitlichen Mobilitätskonzepten Maßstäbe für Verkehrssicherheit, Nachhaltigkeit und Lebensqualität setzen. Der Award wird 2026 erstmals im Rahmen der TÜV MobiCon am 10. Juni in Berlin von der Initiative für sichere Straßen und dem TÜV-Verband verliehen.
Warum der New Mobility City Award?
Die Mobilitäts- und Stadtplanung der vergangenen Jahrzehnte stößt zunehmend an ihre Grenzen. Klimaziele, Verkehrssicherheit, Flächenkonkurrenz und soziale Teilhabe erfordern neue, integrierte Lösungen. Während viele europäische Städte wie Groningen, Paris oder Ljubljana bereits langfristige Verkehrskonzepte umsetzen, steht Deutschland an vielen Orten noch am Anfang.
Kommunen und deren Verwaltungen leisten zentrale Pionierarbeit für die Mobilitätswende. Diese Fortschritte bleiben überregional jedoch häufig unsichtbar. Der New Mobility City Award möchte dies ändern:
- Best Practices sichtbar machen und verbreiten
- Fachlichen Austausch zwischen den Kommunen und das Lernen voneinander fördern
- Orientierung für Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit schaffen
- Vertrauen und Akzeptanz durch belastbare Daten stärken
- Beitrag zum Erreichen ambitionierter Ziele leisten, darunter Vision Zero, Fit for 55 und die UN-New Urban Agenda (SDG 11)
Denn: Innovative Mobilitätskonzepte sich mehr als Verkehrsplanung. Sie stehen für Mobilität für den Menschen und soziale Teilhabe, eine Verbesserung der Lebensqualität und Gesundheit sowie die Attraktivität des Lebensraums als moderner Wirtschaftsstandort. Der Award würdigt die Arbeit der Projektbeteiligten vor Ort – insbesondere dort, wo Veränderungen mit schwierigen Entscheidungen und intensiven gesellschaftlichen Debatten verbunden sind.
Transparente und wissenschaftlich fundierte Bewertung
Der New Mobility City Award zeichnet sich durch eine neutrale und wissenschaftlich fundierte Bewertungsmethodik aus, die quantitative Mobilitäts- und Verkehrssicherheitsdaten mit einer qualitativen Beurteilung durch Fachexpert:innen verbindet. Grundlage ist ein durch die Initiative für sichere Straßen entwickelter objektiver Verkehrssicherheitsscore auf Basis bundesweit vergleichbarer Daten. Die Kombination aus Datenanalyse und fachlicher Einordnung sorgt für Transparenz und Vergleichbarkeit und stellt sicher, dass der Fokus auf lebenswerter und sicherer Mobilität liegt – nicht allein auf Unfallzahlen.
So funktioniert die Bewertung:
In zwei aufeinander aufbauenden Stufen analysiert die Initiative für sichere Straßen zunächst im Rahmen eines Data Screenings zentrale statistische Schlüsselindikatoren, darunter Unfalldaten, die Qualität der Schulwege, den öffentlichen Personennahverkehr, Radinfrastruktur, Querungshilfen sowie Geschwindigkeitsniveaus. Auf dieser Grundlage wird eine numerische Gesamtbewertung über alle Kategorien hinweg ermittelt. Ergänzend werden mit den Kommunen mit den besten Gesamtbewertungen telefonische Interviews geführt, um die quantitativen Ergebnisse qualitativ einzuordnen. Im finalen Schritt präsentieren die nominierten Kommunen ihre Konzepte in jeweils zehnminütigen Kurzpräsentationen vor einer interdisziplinären Jury. Die Bewertung stützt sich dabei auf die Datenauswertung sowie die qualitativen Eindrücke aus Interviews und Präsentationen. Die Ermittlung der Preisträger:innen erfolgt transparent und nachvollziehbar.
In diesen Kategorien wird der New Mobility City Award verliehen
Um der Vielfalt kommunaler Ausgangsbedingungen gerecht zu werden, wird der Award in drei Kategorien vergeben. Die Kategorien ermöglichen einen strukturierten Vergleich zwischen Kommunen und orientieren sich am regionalstatistischen Raumtypologie-Konzept (RegioStar) des Bundesverkehrsministeriums. Das Raumtypologiesystem ordnet Städte und Gemeinden anhand ähnlicher Siedlungs- und Raumstrukturen in Gruppen ein. Daraus ergeben sich für den New Mobility City Award folgende drei Gruppen: Regiopole und Großstädte, Kommunen in Stadtregionen und in ländlichen Regionen (Städte, städtischer Raum und kleinstädtischer, dörflicher Raum) sowie Kommunen ab 500.000 Einwohnern.
Die Jury
Eine hochkarätig besetzte, interdisziplinäre Jury aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft bewertet die Beiträge. Ergänzt wird sie durch TÜV-Expert:innen für lebenswerte Städte:
Prof. Dr. Walter Eichendorf
Präsident des European Transport Safety Council
Saskia Esken MdB
Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Familie, Frauen, Senioren und Jugend
Dirk Hendler
Geschäftsführer Blicki e.V. und Verkehrsprogramm zur Erhöhung der Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr
Britta Jansen
Strategieberatung Smarte Zukunft TÜV Rheinland
Prof. Dr. Walter Eichendorf
© Walter Eichendorf
Präsident des European Transport Safety Council
Saskia Esken MdB
© Photothek Media Lab
Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Familie, Frauen, Senioren und Jugend
Dirk Hendler
© Dirk Hendler
Geschäftsführer Blicki e.V. und Verkehrsprogramm zur Erhöhung der Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr
Britta Jansen
© TÜV Rheinland
Strategieberatung Smarte Zukunft TÜV Rheinland
Prof. Andreas Kipar
Geschäftsführer und Co-Founder LAND sowie Architekt und Landschaftsarchitekt
MdB Gerhard Müller
Präsident CITA und Leiter Politik und Wirtschaft TÜV SÜD
Bernd Rimpl
Leiter der Technischen Prüfstelle TÜV NORD
Prof. Dr. Christine Sutter
Deutsche Hochschule der Polizei
Prof. Andreas Kipar
© Ralph Richter
Geschäftsführer und Co-Founder LAND sowie Architekt und Landschaftsarchitekt
MdB Gerhard Müller
© CITA
Präsident CITA und Leiter Politik und Wirtschaft TÜV SÜD
Bernd Rimpl
© Bernd Rimpl
Leiter der Technischen Prüfstelle TÜV NORD
Prof. Dr. Christine Sutter
© Deutsche Hochschule der Polizei
Deutsche Hochschule der Polizei
Die Initiative für sichere Straßen
Die Initiative für sichere Straßen verfolgt seit 2014 die Vision Zero – keine tödlichen oder schweren Verkehrsunfälle. Sie verbindet Verkehrsforschung, datenbasierte Innovationen und Öffentlichkeitsarbeit:
- Wissenschaftlich begleitete Verkehrsforschung
- EU-ausgezeichnete Gefahrenscore-Methodik
- Enge Kooperation mit Kommunen, Behörden und Hochschulen
- Mitmach-Plattformen wie gefahrenstellen.de und schulwege.de
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